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Skoda Velothon 2010

Montag 31. Mai 2010 von Andreas

100% Regenwahrscheinlichkeit beschwor uns jeder Wetterbericht für den Sonntag. Am Samstag war der herrlichste Sonnenschein und schöne angenehme 25 Grad. Aber was soll es, wir hatten gebucht und wollten auch fahren.
6:00 Uhr holte mich der Wecker aus meinem doch recht unruhigen Schlaf. Das schönste war aber, es war trocken. Im Internet sah es zwar nicht unbedingt besser aus als am Samstag schon gesehen, wir hofften aber, dass es wenigstens am Vormittag trocken blieb.
Ein wenig gefrühstückt, angezogen und dann ging es ab mit der U-Bahn zum Alex. Trotz des schlechten Wetters waren doch sehr viele Fahrer an der Strecke. Es waren sogar einige Wolkenlücken am Himmel zu sehen.
Kurz nach 8:00 Uhr wurde der Block B auf die Reise geschickt. Die Strassen waren noch feucht und teilwiese richtig nass, Vorsicht war also geboten.
Wir wollten eh nicht so rasen, denn schließlich waren Michaela und Matthias die untrainiertesten. Urgemütlich habe ich mich dann an den Anfang unserer Truppe gesetzt und versucht einen ruhigen Schnitt von 30km/h zu fahren. Immer schon ein gleichmäßiges Tempo vorhalten, damit sollten die anderen recht gut klar kommen.
Logischerweise blieben wir nicht alleine, es hingen sich einige an unsere Truppe ran. Warum auch nicht, ich hatte damit kein Problem. Mein Abschlußtraining zeigte mir, das ich die 65 km komplett im Wind mit einem 30er Schnitt fahren kann.
Es lief alles sehr gut und nach den ersten kleinen Bodenwellen konnte ich sogar das Tempo auf knapp 33-35 erhöhen. Immer mit dem Blick nach hinten, ob Michaela auch schön im Windschatten blieb. Solange ich aber Matthias sehen konnte, war Michaela nicht weit. Michael und Matthias schnatterten hinter mir, war das ne Kaffeefahrt oder wie??? ;-)
Den Grunewald inklusive seiner 2-3 Bodenerhebungen und den 50 Meter feuchten Kopfsteinpflaster meisterten wir ohne Probleme. Michaela war zwar schon recht platt, aber sie hielt durch und kämpfte sich nach oben. Ab und zu half ihr ein Außenborder. Den letzten Hügel musste ich dann mal an allen vorbei ziehen und ein wenig auf die Tube drücken.
Nach der Spitzkehr im Grunewald machte ich eine ganz kleine Pause, wobei die anderen Drei normal weiterfuhren. Um sie einzuholen musste ich tief in den Lenker und volle Lotte – Kette rechts düsen. Einige Begleiter hatte ich sofort am Hinterrad. Es dauerte ein Weilchen, bis ich sie wieder eingeholt hatte.
Die Streckenführung war identisch mit der vom Vorjahr, mit einer Ausnahme: Wir fuhren direkt auf der Start- und Landebahn vom Flughafen Tempelhof. Hier hatten wir vollen Gegenwind, wobei es viele Fahrer gab, die heftig einbrachen und immer langsamer wurden. Michaela hatte ja wieder Ihren Außenborder und kam recht gut über die Landebahn. Wir hatten auch das Gefühl, als wenn die Landebahn eine kleine Steigung von um die 1-3 % aufwies. Vielleicht lag es nur am Wind, es war schön, aber schwer zu fahren.
Eastsidegalerie sowie das hin und her um den Alex verliefen wieder ruhig und friedlich. Strassenbahnschienen hatten sich auch nicht zum Vorjahr verändert, die stellten keine großen Sorgen oder Probleme.
Die letzten 3 Kilometer wurde Michaela des Öfteren von Ihrem Außenborder geschoben, man merkte, das sie nur noch heim wollte. Ich war aber schon sehr stolz auf sie, sie hat es geschafft und ist unterwegs nicht ausgestiegen.
Endlich die 1000 Metermarke, das Ziel in Sicht, schob ich Michaela mit 35-38 km/h ins Ziel. Kurz vor der Ziellinie gab ich ihr noch einen richtigen Schuppser, damit sie als erste von uns das Ziel erreicht.
Michaela hat gewonnen und war mehr als Zufrieden. Ich war vom schieben total platt, mein Puls lag um die 170-175….
Begeistert und glücklich übernahmen wir die Medaillen und genoßen das Trinken und Essen im Zielbereich. Wobei ich nicht einen so großen Hunger wie die drei anderen hatte.
Ich war mehr als zufrieden, dass wir das Rennen auch gemeinsam beendet haben. Im kommenden Jahr bin ich wieder dabei, das steh außer Frage.

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Kategorie: Skoda Velothon 2010 | 3 Kommentare »