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Wendelsteinrundfahrt 2010

Samstag 21. August 2010 von Andreas

Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder für die Wendelsteinrundfahrt angemeldet. Diesmal aber Matthias und ich für die 115km Runde, die Mädels und Rainer wollten die 50er fahren.
Das Wetter versprach schon am Anfang der Woche gut zu werden und uns ein wahnsinns herrlichen Samstag zu bescheren. Sollten wir in diesem Jahr mal nicht nass werden? Es wäre ja schön.
Samstag wieder gegen 6:15 raus und gegen 7:00 Uhr los. Matthias hatte es diesmal nicht so weit, er konnte länger schlafen. Michaela konnte nicht, blieb somit zu Hause.
Strahlend blauer Himmel und 30 Grad sollten es werden. Oha, das wird aber schön warm.
Als wir am Parkplatz ankamen, sahen wir schon die zig “Profis” mit ihren schicken Rennrädern. Jeder war mit sich beschäftigt, Rad aus oder vom Auto runter, Umziehen und auf die Fahrt freuen. Es war dennoch eine schöne gelöste Stimmung. Logisch, denn ohne Regenjacke Rennradfahren macht doch viel mehr Spaß.
Matthias war dann auch recht schnell da, Frenze und Rainer kamen etwas später.
An der Startnummernausgabe habe ich noch einen Ex-Kollegen getroffen, er war mal wieder als Helfer der Rundfahrt unterwegs.
Es ging gleich gut los, eine ordentliche große Truppe fand sich auch recht schnell. Wir schätzten die Anzahl der Fahrer auf um die 100. Für die Autos war es mehr als schwierig, an uns vorbei zu fahren. Aber das scheinen die Leute in der Gegend zu kennen und sind mehr als friedlich.
Die ersten netten Bodenerhebungen schaffte ich auch recht “locker”, dennoch waren schon am Anfang meine Beine heute irgendwie recht schwer und müde. Ob das heute wirklich so gut geht? Ich hatte echt Bedenken.
Dann kam auch irgendwann der Hammer. An einem Anstieg stand ein PKW mit seinem Hänger, schien irgendwie sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Dann noch Fahrzeuge von vorn und die Rennradler die alle meckernd vorbei fuhren…..ich stieg hier ab und kam auch nicht mehr so richtig auf mein Rad. Irgendwie hatte  ich in diesem Jahr wirklich kein Bergtraining, das sollte ich heute zu spüren bekommen.
Am Tatzelwurm musste ich dann auch noch eine kleinere Pause einlegen. Bin dann aber doch mit schnaufen, prusten und kleiner Unterstützung von Matthias oben angekommen. Zum Glück war ich aber nicht alleine, die die Berge nicht so richtig rauf kamen. Einige schoben ihr Rad, andere nutzen sie Kehren um eine Pause einzulegen. Ist ja auch OK, ist schließlich kein Rennen und wir sind doch alle nur Jedermänner!!!!
Die Verpflegungsstützpunkte waren wie immer wieder absolut SUPER. Viel und gut zu Essen und zu Trinken war vorhanden. Perfekte Organisation, wie schon in den letzten Jahren.
Wie immer ein dickes Lob an den Skiclub Au, der das ganze hier durch führt.
Im kommenden Jahr sind wie wieder mit dabei. Vielleicht schaffe ich dann doch endlich mal die 165er Tour.

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Skoda Velothon 2010

Montag 31. Mai 2010 von Andreas

100% Regenwahrscheinlichkeit beschwor uns jeder Wetterbericht für den Sonntag. Am Samstag war der herrlichste Sonnenschein und schöne angenehme 25 Grad. Aber was soll es, wir hatten gebucht und wollten auch fahren.
6:00 Uhr holte mich der Wecker aus meinem doch recht unruhigen Schlaf. Das schönste war aber, es war trocken. Im Internet sah es zwar nicht unbedingt besser aus als am Samstag schon gesehen, wir hofften aber, dass es wenigstens am Vormittag trocken blieb.
Ein wenig gefrühstückt, angezogen und dann ging es ab mit der U-Bahn zum Alex. Trotz des schlechten Wetters waren doch sehr viele Fahrer an der Strecke. Es waren sogar einige Wolkenlücken am Himmel zu sehen.
Kurz nach 8:00 Uhr wurde der Block B auf die Reise geschickt. Die Strassen waren noch feucht und teilwiese richtig nass, Vorsicht war also geboten.
Wir wollten eh nicht so rasen, denn schließlich waren Michaela und Matthias die untrainiertesten. Urgemütlich habe ich mich dann an den Anfang unserer Truppe gesetzt und versucht einen ruhigen Schnitt von 30km/h zu fahren. Immer schon ein gleichmäßiges Tempo vorhalten, damit sollten die anderen recht gut klar kommen.
Logischerweise blieben wir nicht alleine, es hingen sich einige an unsere Truppe ran. Warum auch nicht, ich hatte damit kein Problem. Mein Abschlußtraining zeigte mir, das ich die 65 km komplett im Wind mit einem 30er Schnitt fahren kann.
Es lief alles sehr gut und nach den ersten kleinen Bodenwellen konnte ich sogar das Tempo auf knapp 33-35 erhöhen. Immer mit dem Blick nach hinten, ob Michaela auch schön im Windschatten blieb. Solange ich aber Matthias sehen konnte, war Michaela nicht weit. Michael und Matthias schnatterten hinter mir, war das ne Kaffeefahrt oder wie??? ;-)
Den Grunewald inklusive seiner 2-3 Bodenerhebungen und den 50 Meter feuchten Kopfsteinpflaster meisterten wir ohne Probleme. Michaela war zwar schon recht platt, aber sie hielt durch und kämpfte sich nach oben. Ab und zu half ihr ein Außenborder. Den letzten Hügel musste ich dann mal an allen vorbei ziehen und ein wenig auf die Tube drücken.
Nach der Spitzkehr im Grunewald machte ich eine ganz kleine Pause, wobei die anderen Drei normal weiterfuhren. Um sie einzuholen musste ich tief in den Lenker und volle Lotte - Kette rechts düsen. Einige Begleiter hatte ich sofort am Hinterrad. Es dauerte ein Weilchen, bis ich sie wieder eingeholt hatte.
Die Streckenführung war identisch mit der vom Vorjahr, mit einer Ausnahme: Wir fuhren direkt auf der Start- und Landebahn vom Flughafen Tempelhof. Hier hatten wir vollen Gegenwind, wobei es viele Fahrer gab, die heftig einbrachen und immer langsamer wurden. Michaela hatte ja wieder Ihren Außenborder und kam recht gut über die Landebahn. Wir hatten auch das Gefühl, als wenn die Landebahn eine kleine Steigung von um die 1-3 % aufwies. Vielleicht lag es nur am Wind, es war schön, aber schwer zu fahren.
Eastsidegalerie sowie das hin und her um den Alex verliefen wieder ruhig und friedlich. Strassenbahnschienen hatten sich auch nicht zum Vorjahr verändert, die stellten keine großen Sorgen oder Probleme.
Die letzten 3 Kilometer wurde Michaela des Öfteren von Ihrem Außenborder geschoben, man merkte, das sie nur noch heim wollte. Ich war aber schon sehr stolz auf sie, sie hat es geschafft und ist unterwegs nicht ausgestiegen.
Endlich die 1000 Metermarke, das Ziel in Sicht, schob ich Michaela mit 35-38 km/h ins Ziel. Kurz vor der Ziellinie gab ich ihr noch einen richtigen Schuppser, damit sie als erste von uns das Ziel erreicht.
Michaela hat gewonnen und war mehr als Zufrieden. Ich war vom schieben total platt, mein Puls lag um die 170-175….
Begeistert und glücklich übernahmen wir die Medaillen und genoßen das Trinken und Essen im Zielbereich. Wobei ich nicht einen so großen Hunger wie die drei anderen hatte.
Ich war mehr als zufrieden, dass wir das Rennen auch gemeinsam beendet haben. Im kommenden Jahr bin ich wieder dabei, das steh außer Frage.

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Wendelsteinrundfahrt 2009

Samstag 22. August 2009 von Andreas

Zum 20. Jubiläum wollten wir natürlich auch dabei sein und haben uns rechtzeitig Angemeldet. Diesmal sollte es “nur” die 50 Kilometer Strecke werden, denn Matthias hatte ja den Dominik im Fahrradanhänger dabei.
Endlich war es dann soweit, früh um 5:30 Uhr klingelte der Wecker und das Wetter versprach uns nichts Gutes. Aber es sollte ja besser werden, hoffen wir mal.
Gegen 6:30 Uhr waren wir im Auto und auf den Weg nach Au. Am Irschenberg dann unwetterartige Regengüsse, so dass das Wasser auf der Autobahn nicht richtig ablaufen konnte. Oh Mann, das kann ja heiter werden, da sind wir doch innerhalb von 10 Minuten durch.
Als wir in Au angekommen sind war dann wenigstens der Regen vorbei, 18 Grad, das konnte doch noch was werden. Regenjacke an, Regenhose und -gamoschen in den Rucksack. Dann erst mal die Startnummern holen und los.
Die Strassen trockneten auch recht schnell leicht ab, wir konnten dann nach zirka 10 Kilometern auch schon die Jacken ablegen und in die Rucksäcke verstauen.
Die Strecke ist wie immer herrlich, leider durch die tiefhängenden Wolken war die Aussicht doch ein wenig getrübt. Aber wir waren eine gute Truppe und somit konnte uns das ja nun Garnichts anhaben.
Am Seehammer See gab es dann nach zirka 17 Kilometer die erste kleine Verpflegungsstelle. Wie immer gut sortiert und liebevoll hergerichtet.
Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter. Leider mussten wir uns hier dann die Jacken wieder anziehen, es war dann doch recht frisch geworden.
Die paar netten Bodenerhebungen die wir hatten wurden von uns allen recht gut gemeistert, Matthias hatte mit seinem Radanhänger zirka 30 Kilo mehr an Kampfgewicht zu stemmen.
Bei der zweiten Verpflegung ging es uns auch richtig gut. Kuchen, Wurstsemmeln, Obst, Riegel, Süßes und sogar lecker gegrillte Nürnberger Würstchen, für jeden was dabei. Heißen Tee gab es auch, das war heute bei den knapp 13-15 Grad auch mehr als nötig.
Der Kleine war die ganze Zeit über lieb und hat sich in seinem Wagen beschäftigt oder geschlafen.
3 Kilometer vor dem Ziel hat es uns dann doch noch ganz heftig erwischt. Es fing dermaßen an zu Regnen, das wir innerhalb kürzester Zeit vollkommen Nass waren. Hätte das nicht noch warten können?

Fazit: Wie immer sehr gut organisiert, Streckenführung war OK, obwohl etwas mehr Schilder nicht verkehrt gewesen wären. Streckposten habe ich nicht gesehen, bei der 50er Tour vielleicht auch nicht so notwendig. Verpflegung war mehr als Spitze.
Wir sind das zweite mal dabei gewesen und werden das im kommenden Jahr auf alle Fälle wiederholen, dann fahr ich aber wieder die 115er Strecke.

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Skoda Velothon 2009

Montag 22. Juni 2009 von Andreas

Endlich war es soweit, lange genug habe ich ja gefiebert.
Am Freitag habe ich dann unter strömenden Regen die Räder ins Auto gepackt, Klamotten rein und ab nach Berlin. Erst wollte ich zu Akkreditierung, dann zu Michael auf Arbeit und dann zu ihm nach Hause.
Straßen waren frei, somit bin ich recht flott um die Mittagszeit in Berlin angekommen. Wer aber auf die Idee kam, am Zoologischen Garten die Startnummernausgabe zu machen hat wohl nicht die gesamte Baustellensituation um diesen Bereich bedacht. Das war das “schlechteste” vom ganzen Wochenende. Aber auch das konnte ich dann reibungslos bewältigen, zum Glück war dort eine Tiefgarage. Kurz zu Micha auf Arbeit und dann nach Hause.
Am Samstag sind wir dann gegen 10:30 Uhr in Richtung Brandenburger Tor, erstens wollte ich den Weg für Sonntag wissen und zweitens ist dort ja dann auch immer ein bisserl was los. Wetter hielt sich einigermaßen, etwas Sonne und sehr viele Wolken.  Wir haben uns dann dort alles ein wenig angeschaut, es war eben noch nicht so viel los um die Mittagszeit.
Samstagabend habe ich dann damit verbracht, die Klamotten vorzubereiten und immer wieder den Wettergott anzuhören. Aber leider war die einhellige Meinung, etwas Regen und kein Wind. Naja, mal schauen wie es dann am Sonntag aussieht.
Bei der unchristlichen Zeit von 6:15 Uhr wurde ich von meinem Wecker aus dem Bett geworfen. Der Puls stieg und das Frühstück von Micha schmeckte vorzüglich, vor allem, weil es leicht Bewölkt war und kein Regen weit und breit zu erkennen war. Sollte es doch trocken bleiben, hatte ich am Samstag doch genügend mit dem Wettergott kommuniziert? Schön wäre es ja.
7:00 Uhr dann in die Klamotten rein, Regenjacke trotzdem in die Trikottasche, man weis ja nie. Den Weg zum Start habe ich dann urgemütlich als Aufwärmtraining genutzt, Zeit hatte ich ja.
Mein Startblock B war aber schon sehr voll, als ich um zirka 7:40 Uhr angekommen bin. Wuhling ohne Ende. Nun wurde es ernst, hoffen auf gutes Wetter und eine gute Truppe, an die ich mich anhängen konnte.
Kurz nach 8:00 Uhr wurde dann der Block B auf die Reise geschickt. Durchs Brandenburger Tor und sofort nach Links raus auf die Strecke. Da ich beim Start nicht ganz vorne war, “sprintete” ich bei freier Strecke erst mal recht schnell nach vorne, vielleicht bildet sich ja ein guter Zug. Aber dem war leider irgendwie nicht so richtig, naja, vielleicht müssen sich alle erst mal ein wenig finden und zu sich kommen.  Aber stehen bleiben gilt nicht und bin mit einen Schnitt von 35 km/h weiter gefahren, irgendwer wird schon kommen und oder sich mit anschließen.
Das war dann auch irgendwann der Fall, aber so richtig wollte sich kein guter Kreisel bilden. Außerdem kam dann auch schon der erste “Berg” in Sicht, den Spandauer Damm hoch. Hier zersprang dann die sich gerade gebildete Gruppe recht schnell und ich hörte neben mir die Schaltungen nur so rasseln. Einen Gang tiefer und hoch, mei, das war doch nur eine Bodenerhebung, die kann man aber sehr locker mit 25 km/h hoch fahren.
Somit war hängte ich meine Mitstreiter erst einmal ab, es folgte mir auch so recht keiner. Den Damm runter kamen einige wieder ran, aber es war und blieb dann doch recht nervös. Keiner wollte so richtig in den Wind und ein ordentlicher Schnitt wurde auch irgendwie nicht gefahren. Als dann endlich mal eine Truppe vorbeizog, wollte keiner so richtig ran sprinten, aber ich wollte. Raus aus dem Trupp und rann an den schnellen Zug. Darauf haben die wohl nur gewartet, denn ich spielte hier anscheint das Zugpferd.
Hier ging es dann ein wenig schneller voran, aber immer wieder bildeten sich einige Lücken, die ich und zwei/drei andere dann wieder schließen mussten.
Man, ob ich mich hier nicht zu doll verausgabe? Es sind noch 50 km zu fahren, komm ich jemals gut an?
Egal, ich wollte einen guten Schnitt, also weiter. Ab durch den Grunewald, wieder ein “Berg” und wieder sprengte sich die Gruppe auf, es folgten nochg 2 “Anstiege”. Mein Training zu Hause war genial, denn ich merkte die Anstiege fast gar nicht. Zirka 50 Meter leichtes Kopfsteinpflaster gab es dann auch noch. Immer wieder würfelte sich die Gruppe durch einander. Nach dem Kopfsteinpflaster, wo wohl einige um ihre Carbonräder Angst hatten, war dann alles auseinander und ich sah eine Gruppe etwas weiter vor mir. Runter in den Lenke und ran, gefolgt ist mir auch keiner, dann eben nicht.
Die Gruppe hatte ich dann auch recht schnell erreicht und ruhte mich in deren Windschatten ein wenig aus. Aber auch diese Gruppe war sich nicht so richtig einig und fuhr nur um die 30-35 km/h, irgendwie war mir das zu wenig. Raus aus der Truppe und mal gezogen um das alles schneller zu machen. Die Gruppe fuhr auch mit und als ich dann ausscherte sagte mein Hintermann “Danke”, auch er hat nur auf eine solche Situation gewartet.
So ging es doch recht flott an der Avus vorbei und die Gruppe wurde auch etwas größer, teils durch rankommende Fahrer, teils durch überholte, die sich mit angeschlossten haben. In der Stadt hatten wir dann auch wieder einige Zuschauer, eine große Truppe mit Trommeln war auch dabei.
Recht zügig ging es weiter, mittlerweile waren wir bestimmt um die 30 Fahrer. Ich hielt mich ein wenig im Mittelfeld auf, sollten mal die anderen ziehen, ich hatte ja auch schon einiges getan.
Am alten Flughafen Tempelhof zischte es auf ein mal sehr laut links neben mir und ich hörte nur noch ein “Schei…” und mein linker Nachbar war verschwunden. Bei einem solchen Rennen einen Platten zu haben ist ja nun mehr als ärgerlich. Schade für ihn.
An der Eastside Galerie vorbei, Straußberger Platz und dann Richtung Alexander Platz. Die angesagten Straßenbahnschienen waren zum Glück nicht so schlimm, aber es war doch eine rechte Eierei geworden, ein richtiger Fluss kam dabei nicht zustande. Das erhöht auch nicht unbedingt das Tempo und lässt die Gruppe nur noch nervöser werden. Aber auch das meisterten wir zum Glück ohne Sturz.
Die Strecke über die “Paulstrasse” und den “Spreeweg” auf “Die Straße des 17. Juni” fand ich persönlich als nicht so gut gelöst, hier wäre eine andere Streckenführung angenehmer und flüssiger gewesen.
Auf der Zielgeraden spielten die Kollegen vorne einen auf Sprint Ankunft und eierten recht viel von links nach rechts, da hielt ich mich dann lieber raus und nutze eine kleine Lücke am rechten Rand um etwas nach vorne zu ziehen.
Nach 1:38 Stunden und mit einem Schnitt von 38,14 km/h bin ich überglücklich im Ziel angekommen. Man war das schön, dies muss ich noch einmal machen.
Das Ausrollen und die Abgabe des Transponders, sowie der Erhalt der Medaillie war sehr gut gelöst. Kerstin und Michael waren zwar an der Zielgeraden, hatten mich aber leider in dem ganzen Gewirre nicht sehen können.
Alles in allem war es eine sehr gute Veranstaltung, die aber noch einiges an Verbesserung erfahren kann. Die Streckenposten und die Absicherung der Strecke war sehr gut und sehr übersichtlich. Die Startnummernvergabe am Bahnhof Zoo fand ich persönlich nicht so schön, hier sollte vielleicht für das kommende Jahr eine bessere Lösung gesucht werden.
Sicher ist aber: Ich komme 2010 wieder. ;-)

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HH-CyClassics 2008 - Platz 205

Montag 8. September 2008 von Andreas

Endlich war es soweit, die langersehnten CyClassics. Wir hatten uns ja sehr früh schon angemeldet, somit hatten wir auch einen Startplatz erhalten.
Matthias hatte sehr Preiswert Tickets für die Bahn erhalten, Nutella sei Dank, mit 25% Rabatt. Rennräder in die Koffer und am Samstag ging es um 8.25 Uhr mit dem ICE nach Hamburg. Nach zirka 5:45 Stunden waren wir dort. Ab in die S-Bahn, erst mal zum Hotel. Dort eingecheckt, die Radkoffer durften wir unten im Konferenzsaal stehen lassen. Im Hotel wurde uns auch gesagt, das für die Teilnehmer dann am Sonntag Duschzimmer zur Verfügung stehen, super Service das muss man schon sagen. Nach einer kurzen Pause sind wir dann wieder in die City, wir mussten ja noch unsere offizielle Startaufstellung und -Nummer holen. Dies war am Gänsemarkt und dort war natürlich schon reichlich was los. Alles war sehr gut organisiert, wir hatten innerhalb von 20 Minuten alle Unterlagen erhalten. Ich holte dann noch mein bestelltes Trikot ab und wir marschierten dann wieder zur Alster. Hier fand natürlich, wie passend, auf dem Rathausplatz und am Jungfernsteig eine Radmesse statt. Buden über Buden mit allem was das Radlherz begehrt. Es war voll, aber alle super locker drauf und man merkte das Gedränge eigentlich nicht so richtig.
Und die ganze Zeit fuhr um die Binnenalster die Jugend die Youngclassics, es war also reichlich geboten.
In der Axel-Springer-Passage fand die Pastaparty statt, die wir so gegen 17:30 Uhr besuchten. Hier gab es eine recht gute Portion Nudeln und ein nicht so gut schmeckendes alkoholfreies Bier, naja, mir schmeckte es jedenfalls nicht…
Nach einer reichlich guten Pause und etwas gestärkt machten wir uns dann noch auf den Weg, um uns die Landungsbrücken anzuschauen. Ab in die U-Bahn, Tagestickets hatten wir ja und ein paar Stationen später waren wir auch schon dort. Es ist sehenswert, aber irgendwie taten mir dann doch die Füße weh und so richtig Ruhe hatte ich auch nicht. Somit sind wir zum Hotel zurück und haben in der Bar noch ein Bierchen getrunken. Dann noch die Startnummern angebracht, ein bissl Fussball geschaut und ab in die Kiste, 6:30 war die Nacht vorbei.
Ich habe recht gut geschlafen und war gegen 6:45 Uhr beim Frühstück, Matthias kam ein wenig später hinterher. Ein Blick aus dem Fenster und man sah einen freien Himmel. Der Wetterbericht hatte Sonne und wenig Wind versprochen und das traf auch ein, zum Glück. Gutes Frühstück und ab nach Oben umziehen, Klamotten packen und wieder runter, der Adrinalinspiegel steig stetig an. Unsere Startaufstellung war 7:40, Start war für zirka 8:25 Uhr angekündigt. Und rechtzeitiges Erscheinen sichert ja bekanntlich gute Plätze.
Bis zu unserem Startblock hatten wir nur 5 km, das war genau richtig zum Warm werden. Aber dann standen wir ja noch fast 45 Minuten, eh es dann endlich losging. In unserem Startblock waren alle die gestanden, die keine oder eine sehr niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit angegeben hatten, voll war es aber dennoch. Ich hatte echte bedenken, ob man hier überhaupt Rad fahren konnte.
Gegen 8:30 ging es dann los, wer eine Klingel hatte bimmelte wie ein Weltmeister, aber es ging recht gesittet von statten. Bis zum richtigen Start hatten wir ein bissl an Meter, somit konnte man sich wieder etwas aufwärmen. Und vor allem, die Strassen wurden breiter, es entspannte sich recht schnell.
Matthias machte die ersten Kilometer im Wind und fuhr eine recht gute Geschwindigkeit von knapp 35 km/h. Immer schön Links, denn wir mussten doch recht viele überholen. Insgeheim hofften wir auf einen schönen Zug an dem wir uns anschließen konnten. Und wir erhofft, es dauerte auch nicht lange wurden wir recht flink von einem solchen Überholt. Erst mal rann und schauen. Die fuhren aber eine steife Briese von zirka 43 km/h, mei, sollte ich das wirklich so bis zum Schluß durch halten???
Es sammelten sich dann an diesem Zug so ungefähr 10 Rennradler, stellenweise waren es wohl sogar 15 Fahrer. Auch ein Tandem tummelte sich dazwischen und fuhr auch recht flink mit. Es war recht schön und wir machten echt gute Kilometer. Ratzifatzi hatten wir die ersten 15 hinter uns und immer schön um die 42 - 45 km/h. Auch ich war dann mal an der Reihe, wobei mein “Vorfahrer”, von dem ich die Führung übernommen hatte auf einmal nur noch 38 fuhr. Also einen Gang tiefer, rein in den Lenker und wieder auf 40-42 hoch gedreht. Es war einfach nur geil. Einige Kilometer bin ich dann im Wind gefahren und habe dann wieder die Führung abgegeben. Mir ging es blendend, ich hoffte echt auf einen guten Schnitt am Ende der Tour. Unterwegs haben wir leider einen echt schweren Unfall gesehen, der Sankra war zum Glück schon da. Aber schön sah es nicht aus und irgendwie nahm dann jeder ein wenig die Beine hoch. Kurze Zeit später ging es aber wieder im Affentempo immer schön links an den anderen vorbei, immer über 38 km/h stellenweise über 40. Irgendwann, ich war an sechster Position, Matthias an der dritten, ließ der vierte etwas abhängen. Das ging ja nun gar nicht. Also Gang wieder runter, raus aus der Reihe, raus aus dem Sattel und aufschließen zu Matthias, es tat weh die Lunge und die Oberschenkel brannten, musste aber sein. Und siehe da, die anderen warteten nur auf einen solchen Lückenschließer, denn sie hingen an meinem Hinterrad und waren wieder mit dran.
Rechts und links an der Strecke standen die Fans und jubelten uns zu, mit Rasseln, Tröten, Megaphonen und alles was man zum Lärm machen nutzen konnte. Ganz Hamburg schien auf den Beinen zu sein, um dem Jedermannrennen seine Aufwartung zu machen. Es war schön, aber wir haben bei der Geschwindigkeit leider nicht allzu viel davon mit bekommen, nur ab und zu konnte man nach links oder rechts schauen. Die Streckenposten waren auch alle sehr gut und jede unkenntliche Stelle war gut abgesichert, mit Strohballen, winkenden Streckenposten und so weiter. Leider war an einem Umfall, direkt hinter einer Kurve und dann noch links am Kurvenausgang, die Vorwarnung einfach zu spät, ich geh aber davon aus, dass es erst kürzlich passiert ist. Wir konnten den Unfall recht gut umschiffen, aber das parkende Polizeimoped kam doch gefährlich näher. Weiter ging es dann raus aus Hamburg, die Strecke kann sich jeder auf der Vattenfall CyClassics Page anschauen, ich möchte die Ortschaften jetzt hier nicht einzeln erwähnen. Dann eine Kehre bei Pinneberg und wieder über Holm, Wedel nach Hamburg rein. Die Verpflegungsstelle haben wir vollkommen außer acht gelassen, der Zug wollte Geschwindigkeit und nicht futtern. Bei 55 Kilometern war das auch nicht so wichtig.
Am Kösterberg fiel die Gruppe extrem schnell auseinander. Auch ich musste abreißen lassen und Matthias setzte sich mit zwei anderen aus dem Zug recht flink ab. Na gut, ab hier dachte ich, über diesen Hügel und dann schauen, das ich wieder ran komme. Aber auch ich konnte einige Absetzen, wurde hier dann aber auch  überholt, was die ganze vorherige Strecke nicht so war. Die Abfahrt nach Teufelsbrück wollte ich dann nutzen, um wieder auf Matthias aufschließen zu können und fuhr wie ein Verrückter. 55 und mehr sah ich auf dem Tacho, doch Matthias konnte ich nicht erkennen. Die beiden Mitstreiter am Berg waren dann auch weg, die hatte ich doch recht schnell verloren. Gut, entweder ich finde wieder einen Zug, oder ich musste die restlichen knapp 15 km selber im Wind fahren. Ab und zu versuchte ein überholter Rennfahrer in meinem Windschatten zu fahren, das war aber nicht lang, ich ließ einfach alle stehen. ;-) War ein sehr schönes Gefühl, wenn man schneller als wie die anderen ist….
Ein Fahrer sah mich kommen und ich merkte richtig wie er Geschwindigkeit aufnahm, der wollte mit mir mit. Schön dachte ich, endlich einer, wenn der gut mit zieht, dann können wir uns recht gut helfen. Tja, bei diesem Gedanken blieb es leider, der war dann auch wieder recht schnell weg. Meine 45-55 km/h Bergab waren ihm wohl zu schnell.
Dann endlich, hinter Teufelsbrück gibt es wieder einen Hügel, holte mich einer aus unserem alten Zug ein. Hechelt meinte er zu mir: “Schade *hechel-hechel* der Zug ist gesprengt.” Darauf ich:” Ja leider *hechel-hechel* aber den Rest *hechel-hechel* schaffen wir auch alleine sehr gut.”
Und so hielten wir auch recht gut zusammen. Immer schön abwechselnd, obwohl ich der Meinung war, das ich mehr im Wind fuhr, schafften wir doch einen guten Schnitt von an die 40 km/h. Die ganze Zeit hielt sich einer hinter uns im Schatten auf, geführt hatte er leider nicht. Wenn er nicht konnte, dann lieber so, als wenn er dann irgendwie im Weg steht. Ich nutze immer wieder die zu Überholenden als Windschatten und wir überholten doch wieder recht viele. Startnummern aus dem Block F und E waren auch darunter, Matthias meinte, sogar D hätten wir locker Überholt. Aber man konnte sich ja nicht alle anschauen.
Denn Hügel nach Pepermölenbeck bin ich im vollen Tempo rauf gefahren, raus aus dem Sattel und vollen Speed hoch. Wieder kurz meine kleine Gruppe gesprengt, egal, ich fahr hier eh fast alleine im Wind. Sie schlossen dann aber wieder auf, waren also doch nicht soweit weg. Ich muss auch sagen, ich bekam nicht viel mit, was sich hinter mir so alles abspielte, wie auch, denn man musste doch sehr aufmerksam nach vorne schauen.
Die letzten Kilometer ging es dann durch die Hamburger Innenstadt, die Fans wurden mehr und es wurde auch immer lauter. Wie die “Großen” in die Kurven rein, nach der Kurve wieder aus dem Sattel um Geschwindigkeit aufzunehmen. Das Ziel vor dem geistigen Auge wollte man immer schneller sein, es war einfach herrlich. ;-)
Zirka 2 km vor dem Ziel rief einer hinter mir 40er Schnitt sei OK wir sollen drehen…. Ich rief dann: ” na dann komm vor und zieh mit!”. Darauf hin hörte ich nur ein “achnö, hatte ich schon die ganze Zeit…” Depp der. ;-)
Somit rief ich meinem einen Mitstreiter zu, “los, die restlichen Meter schaffen wir auch noch in einem guten 40er Schnitt”. Wir demmelten wie verrückt. Kurve rechts-links-rechts-links…
Dann, endlich die rote Fahne, der letzte Kilometer. Dieser war vollkommen abgesperrt, hier sollten ja am Nachmittat auch die Profis durch. Rechts und links hinter den Absperrungen waren in 2er bis 3er Reihen die Fans und brüllten uns die letzten 1000 Meter in´s Ziel, wie in einem Tunnel fährt man hier durch und tritt immer schneller. Das spornt enorm an und macht riesen Spaß, ein echt geiles Gefühl.
900 Meter, mein Mitstreiter vorn, 700 wieder ich vorn, 500 wieder er, wir schafften doch eine recht gute Abwechslung. Hinter uns waren wohl zwei oder drei im Windschatten und nutzen dies auch gut aus.
Bei zirka 200-150 Meter vor dem Ziel scherte ich aus und “sprintete” leicht aus dem Windschatten über die Ziellinie. Hier hörte ich dann den Stadionsprecher: “ja und er zieht vorbei ins Ziel….” Ob er mich gemeint hat? Die drei hinter uns überholten mich nicht mehr. ;-)
Mein Mitstreiter fuhr dann direkt hinterm Ziel zu mir und wir klatschten uns erst einmal ab und beglückwünschten uns. Waren tolle 55 Kilometer, alle samt, auch die letzten 15 ohne Matthias waren sehr schön gewesen.
Weiter trudelten wir dann Richtung Transponderabgabe, hier traf ich dann Matthias auch wieder, der meinte, so lange hatte er gar nicht warten müssen und er sei erstaunt, das ich so schnell und so gut angekommen bin.
Auch ich war riesig stolz auf mich und hoffte auf einen guten Schnitt und eine gute Platzierung.
Transponderabgabe, Medaille geholt und noch etwas zum trinken. Ein bißchen dort noch rumgebummelt sind wir dann aber doch recht schnell in´s Hotel. Erst mal duschen, Räder einpacken und hoffen, das der Bahnhof in Hamburg eine Gepäckabteilung hat, damit wir die 4 Stunden bis unser Zug fuhr noch eine wenig die CyClassics betrachten konnten.
Im Hotel angekommen durften wir sogar wieder in unser Zimmer, schön geduscht, man tat das gut. Nachdem wir uns bedankt hatten sind wir mir der S-Bahn zum Bahnhof und siehe da, eine Gepäckabteilung. Also rein die großen Taschen und Koffer.
Somit konnten wir noch recht gemütlich durch Hamburg spazieren, alles anschauen und auch noch einigen Jedermannrenner der 155er Strecke beim Zieleinlauf zujubeln. Die Profis hatten wir uns auch noch angeschaut.
Dann in den Zug nach München, dort hatte dann Matthias von Michaela erfahren, das er mit einem 39er Schnitt den 165 Platz belegt hat und ich mit einem 38,74 den 205 Platz und das von zirka 5.000 Teilnehmern.
Man, so schnell war ich.;-) Und dann noch der 65 in meiner Altersklasse, ich war so Glücklich….
Solch eine Leistung und das erst in meiner zweiten Saison mit dem Rennrad!!!!

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Wendelsteinrundfahrt

Sonntag 24. August 2008 von Andreas

Leider hatten wir uns etwas zu spät für die Rundfahrt angemeldet, Matthias hatte Glück, er bekam die Startnummer für die 115 km Runde von einem Bekannten. Ich musste auf die Warteliste und schaffte es bis zum Platz 90. Die Mädels wollten eh “nur” die 50er Runde mit dem MTB fahren. 5 Tage vor dem Start kam dann leider die Meldung vom Veranstalter, das die Warteliste geschlossen wurde, keine Nachrücker mehr. Also plante ich halt die MTB Tour mit dem Damen, Teilnehmen wollte ich auf alle Fälle.

Am Freitag Mittag rief dann Matthias an, das ich die Startnummer von Marko erhalten könnte, ich sagte natürlich gleich zu, also doch Rennrad und die 115er Tour.
Freitag Abend packten wir dann die Klamotten, Radträger auf´s Auto, wir wollten ja Michaela und Matthias mitnehmen. Der Wetterbericht sah nicht gerade rosig aus, Dauerregen und viel Wind, das war die einhellige Meinung aller Wetterfrösche. Na toll, das kann ja was werden, egal, wir hatten bezahlt und genügend Regensachen dabei. Wechselwäsche für danach hatten wir im Auto mit dabei. Nichts ist schlimmer, als in nassen Klamotten nach Hause zu fahren.
5:45 Uhr war die Nacht vorbei, 6:45 wollten wir bei Micha und Matthias sein. Gutes Frühstück, Radklamotten an und die Räder auf´s Dach. Das Wetter war trocken, aber Windig. Dann die Räder von Micha und Matthias rauf und ab nach Au.
Wolkenlücken und leichter Sonnenschein - sollte es doch besser werden als versprochen…!!!???
In Au angekommen, auf feuchter Wiese geparkt, haben wir gleich die Räder runtergenommen, Sachen gepackt und dann ab zur Startnummer holen. Die Organisation war gut, innerhalb von 10 Minuten hatten wir alle Unterlagen. Wichtig vor allem, das Verpflegungsband am Handgelenk. Ohne diesem gibt es nix zu futtern.
Kurz noch auf die Toilette und dann haben wir uns getrennt. Die Mädels auf die 50er Strecke, wir auf die 115er. Die Strecke war sehr gut ausgeschildert.
Am Anfang lief es recht gut, ebene Strecke und vor allem trocken, das war das wichtigste. Wir haben dann eine Rennradfahrerin eingeholt und mit in den Windschatten genommen. Das ist absolut üblich und alle haben irgendwie jedem geholfen, wie eine richtig schöne große Familie.
Irgendwann nach den ersten 10 Kilometern mussten wir uns erstmal der Regenjacken entledigen und hielten dafür kurz an.
Weiter ging es und uns holte ein recht guter 4er Zug ein. Netten 30er Schnitt und geschnattert hatten die Vier, nicht zu fassen. Aber damit kamen natürlich die Kilometer zusammen. Wir konnten recht gut dranbleiben. Immer wieder ein paar Streckenposten und Hinweisschilder und vor allem, keine dummen Autofahrer, war alles sehr friedlich.
Auf einmal nahmen die Vier die Beine hoch und Mathhias meinte, nun macht er mal ein bisl die Pace, ich natürlich mit. Dann kamen die ersten Hügel, nun wusste ich, warum die die Beine hochgenommen hatten.
Irgendwo nach Nußdorf kam ein “kleiner” netter Hügel und den bin ich dann definitiv zu schnell angegangen. Hier musste ich dann vom Rad, man war das ärgerlich. :-(
Aber was soll´s, wenn man demmelt wie ein Hamster und nicht mehr von der Stelle kommt, dan geht halt nichts mehr.
Dann wieder auf´s Rad, Matthias hatte oben auf mich gewartet. Weiter über Mühltal, Ried im Winkl, Grainbach Richtung Aschau im Chiemgau ging es immer wieder hoch und runter. Manchmal kam es mir so vor, als wenn es nur hoch ging. Bei einer leichten Abfahrt brach mir auf feuchter Strasse leicht das Hinterrad aus, langsam … nur nicht stürzen!!!!
Die Landschaft ist einfach herrlich und das Wetter hielt.
In Sachrang hatten wir dann nach 55 Kilometer die erste Verpflegungsstelle. Die war auch nötig, unterwegs hatte ich ja schon einen Müsliriegel gefuttert.
Und hier war dann wieder die Ricthtig gute Organisation zu erkennen. Es waren reichlich Radler da, genügend Platz für die Räder war vorhanden und es gab ein Bufett von mal locker 20-30 Meter. Angefangen mit einer heißen Suppe (die auch sehr gut tat), Rührei (zirka 2000 sollen es gewesen sein) über Wurstbrötchen, Kuchen, Joghurt und Obst war reichlich vorhanden. Es ging auch alles recht schnell und gesittet von statten.
Gut gestärkt machten wir uns wieder auf die Räder mit einem kleinen Abstecher nach Österreich. Hier holte uns wieder ein guter 4er Zug ein, an den wir uns dann anschloßen. Nach geraumer Zeit stellte ich dann fest, das waren Mädels geswesen und die waren auch recht flott unterwegs. Bei der Abfahrt nach Sebi runter war es wohl für eine Ford K Fahrerin ein echt hartes einschneidenes Erlebniss, denn sie wurde so nach und nach von den Rennradfahrern in den Serpentinen überholt. Ich brauchte ne Weile dazu, weil es doch einiges an Gegenverkehr gab und ich nun mal kein Profi bin. Ein wenig Vorsichtig bin ich da dann doch runter. So um die 55 km/h auf diesen Abfahrten reichte ansich auch aus. Die Strassen waren ja auch stellenweise noch feucht.
In Reisach ging es dann über die “alte” Zollbrücke wieder nach Deutschland zurück. Hier haben wir diesen Damenzug verlassen und uns mal wieder der in Sachrang angezogener Regenjacken entledigt.
Dann ging es weiter über Agg, Wall, Seebach, Rechenau zum Tatzelwurm. Dort gab es wieder ein echt harten Aufstieg, den ich eigentlich “gut” meisterte, aber dennoch zwei kurze Pausen eingelegt habe. Immer wieder wurde man auf solchen Anstiegen von echt harten Jungs mit einem heftigen Tritt überholt. Es gab hier schon einiges an Halbprofis am Start. Nach einer Abfahrt ging es dann zum Sudelfeld hoch. Die Abfahrt nach Bayrischzell war dann wieder eine Herausforderung, feuchte Strassen und Geschwindigkeiten bis an die 70 km/h, immer mit festen Griff an den Bremsen. Auch hier ging mir einmal kurz das Hinterrad weg, aber ich bleib sitzen und bin dann wieder etwas langsamer runter.
Am Ende von Bayrischzell wartete schon Matthias und fotografierte wie wild. Er winkte mich durch und ich fuhr weiter, mit zwei Rennräder im Windschatten radelte ich einen 30er Schnitt. Matthias hatte echt zu kämpfen um ranzukommen, schoß dann aber dicht an mir vorbei. Wie immer mit einem Spruch auf den Lippen, aber mit fetten 40 km/h ging es dann weiter. Er im Wind und ich hinterher. Unsere beiden Begleiter haben auch nicht schlecht gedemmelt und geschnauft, aber dennoch gemeint, mei fahren die fix…
An der Krugalm war dann unsere zweite Verpflegungsstelle eingerichtet. Hier war es nicht anders wie an der ersten. Lecker Essen und von allem reichlich. Sehr gut waren auch die Kässpätzle gewesen.
Nach einer kurzen Pause machten wir uns dann auf die restlichen 15 km. Vorbei am Winklstüberl ging es dann auf recht guten Strassen wieder Richtung Au. Hinter Dürnbach war dann der Abzweig für die beiden unterschiedlichen Strecken. Links zur 165er Runde und rechts dann die 115er, die wir dann auch genommen hatten. Mehr wäre bei mir auch nicht drin gewesen.
Endlich, nach knapp 115 Kilomter sahen wir die ersten Richtungsweiser zum Ziel. Vorbei an der Wiese wo wir das Auto stehen hatten, die Mädels waren schon dort, wollten wir dennoch zuerst in´s Ziel kommen, ehe wir uns umzogen.
Angekommen, Zielfoto machen lassen, konnten wir uns dann auch endlich unsere Trophäe abholen.
Zum Schluss waren es knapp 115 Kilometer mit 1630hm, die Mädels sind 55 Kilomter und 625hm gefahren, Respekt. Kaputt, aber Glücklich holten wir unseren Preis ab und fuhren zum Auto. Hier haben wir uns in die mitgebrachten Wechselklamotten geschmissen, sind noch ein Radler trinken gegangen und haben die Strecke ausgewertet. Die Mädels hatten dann doch etwas mehr Regen, sind aber nicht pitschenass geworden. Auch sie hatten eine sehr schöne Strecke und die gleiche gute Organisation.
Dann zog es sich doch recht heftig zu und wir machten uns auf den Heimweg.
Es war ein sehr schöner Samstag und die Strecke hat sehr viel Spaß gemacht, im kommenden Jahr kommen wir wieder, dann aber nur die 50er Strecke und mit Hänger, der Zwerg von Michaela und Matthias muss ja dann auch mit.

 

 

 

 

Elevation Profile
http://www.vatti.de/gps-tracks/20080823.gpx

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MTB Tour um den Schliersee

Samstag 9. August 2008 von Andreas

Wie gestern schon angekündigt haben wir endlich die erste größere Tour für Nicole´s neues MTB geplant.
Es wurde ja nun schon einmal wegen Regen verschoben, aber für heute hatte der Wetterbericht eigentlich gutes Wetter und vor allen keinen Regen angesagt.
Dennoch musste ich natürlich am Vorabend noch die beiden MTB´s checken. Nicoles = alles Super. Meines = hinten einen Platten (schitte, nicht schon wieder)…. :-(
Na ein Glück, das ich das noch am späten Freitag Abend kontrolliert habe. Also Rad raus, Mantel gelöst und neuen Schlauch rein. Rad wieder rein und es eierte wie Sau. Was war das denn - nein, doch nicht heute Abend - ein Speichenbruch.
Also schnell hoch, Matthias angerufen, der zum Glück da und noch gemeint, ab zum Radlbauer und das Hinterrad vor allem mitnehmen. Dafür, das wir 30 Minuten am Freitag vor Ladenschluss erst dort waren, wurde uns geholfen und die neue Speiche gleich eingebaut. Super Service. Danke.

Somit konnten wir heute morgen gemütlich starten.
Wirklich mit den Hühnern aufgestanden und kurz vor 8:00 Uhr mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Dort warteten Micha und Matthias schon, sie hatten auch schon die Bahntickets. Ab in die Oberlandbahn und in Gmund wieder raus. Leider unterwegs mit nich gerade wenig Wasser von oben…
Ausgestiegen und erstmal halbwegs trocken, dennoch Regenjacken drüber. Mein mitgebrachter Rucksackregenschutz entpuppte sich dann als Seitentaschenregenschutz, aber irgendwie hielt er dann doch, obwohl er mindestens 5 Nummern zu groß war. ;-)

Aber wir sind leider nicht weit gekommen, es fing wieder an zu Regnen. Unter einen Scheunendach in Schmerold machten wir dann eine Regenzwangspause von locker 45 Minuten. Es regnete Bindfaden und wollte kein Ende nehmen. Dann wurde es endlich etwas heller und wir beschloßen die kleine Regenpause zu nutzen und zumindest mal in die Nähe eines Bahnhofes zu kommen. Matthias hatte leider seine Karte vergessen, ich hatte zum Glück den Garmin dabei.

Hier kam dann der erste extrem schwierige Berg. Kalt und nicht eingeradelt machten wir uns dran ihn zu erklimmen. Nicole hielt sich bis zum oberen drittel sehr wacker, dann versagten ihr die Kräfte. Und hier war dann gleich ne Übungsstunde mit Anfahren am Berg angesagt, Matthias war ein super Lehrer, Nicole schaffte es auf den dritten Anhieb sehr gut.
Aber nach kurzer Zeit stellten wir uns wieder unter ein großes Dach, der Regen war aber nur sehr kurz und die Wolken lockerten auf, also weiter.
Wir sind dann Richtung Hausham gefahren und haben uns erst einmal eine nette urige Gaststätte gesucht und wirklich lecker Mittag bekommen. Während dessen es natürlich wieder draußen regnete. Der Bahnhof war aber gegenüber, also kein Problem schnell in die BOB zu hüpfen.
Fertig und wohlgenährt sind wir dann aber dennoch wieder auf die Räder, kein Regen und ab und zu die Sonne in Sicht, also um den Schliersee kommen wir heute noch locker rum.
Das Wetter wurde immer besser und Matthias meinte, ohne die netten ”kleinen” Törtchen vom Cafe Winklstüberl sollten wir den Nachmittag nicht beenden. Ab und los, sau geile Torten und riesengroß sind die auch, wirklich ein spitzen Cafe. Ist definitiv eine Pause Wert.
Aber nach diesen vielen Kallorien mussten wir noch ein paar Kilometer machen, das Wetter wurde auch immer besser, die Regensachen hatten wir nun auch schon eine Weile nicht mehr an.
Plan war, einen “kleinen” Anstieg zu nehmen, den hatte ich schon im letzten Jahr mit dem Rennrad von Matthias bekommen und in extrem schlechter Erinnerung. Aber Nicole sollte Berge fahren und schalten üben.
Richtung Wörnsmühl ging es dann an einem kleinen Bach entlang, hier konnte man mal so richtig dem MTB seine Gegend zeigen. Nicole immer fleißig mit dabei. Dabei war auch eine Bachdurchfahrt, vor einigen Wochen wäre Nicole hier noch nicht durch. Sehr schöne Bilder dann in der Galerie…. ;-)

In Wörnsmühl traf uns dann der Berg. Mei, das war aber auch Steil. Nicole auf den ersten Gang und ab ging es, keinen Blick nach vorn und sie kam ohne einmal abgestiegen zu sein oben an. Prima!!!
Die Hügel namen kein Ende, immer mal kurze Flachstücke aber dann wieder Bodenerhebungen. Irgendwie hatte ich den Berg aber schlimmer in Erinnerung, damals aber mit dem Rennrad und einer ganz anderen Übersetzung und auch weniger trainiert.
Auch diesen Anstieg meisterten wir ohne schäden und dafür bekamen wir eine sehr schöne Aussicht geboten. Die Abfahrt schoß Nicole dann mit über 30-35 km/h herunter, freudig strahlend, ich glaube, das Bike ist genau das richtige für sie.

Dann ging es wieder nach Hausam um uns dort ein Eis zu holen und mit der BOB wieder nach München zu fahren.
Am Hauptbahnhof verabschiedeten wir uns von Micha und Matthias und gingen zur S-Bahn. Und hier kam die große Überraschung, die S8 hatte wegen Signalschäden auf unbestimmte Zeit Verspätung… und nu???
Wir hatten die Räder dabei, keine Münchenkarte wollten aber nach Hause.
Raus aus dem Bahnhof und gehofte Richtung Schleißheimer Strasse, es verschlug uns aber auf die Dacher. Naja, die Himmelsrichtung stimmte schon mal. Eine Frage an eine Passantin brachte keinen Erfolg, sie wusste eigentlich nicht so richtig bescheid. Aber ich sah dann den Olympiaturm und das war schon mal gut. Durch den Olympiapark und dann Richtung Arena, ein sehr schöner Radweg, schafften wir es dann über die Heidemannstrasse zur Isar und dann endlich Heim nach Ismaning.
Zusammen hatten wir dann 70 km für den heutigen Tag drauf, fertig und Zufrieden waren wir gegen 20:45 Uhr zu Hause.

Bilder in der Galerie, GPS Daten auf Wunsch.

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Schlierseetour

Montag 26. Mai 2008 von Andreas

Die Schliersee Tour, die ich heute gemacht habe geht von Ismaning aus direkt auf dem fast kürzesten Weg zum Schliersee.

Ich hatte frei und wollte einfach mal ne schöne Rennradtour machen, also habe ich mir diese Tour geplant.
Mit dem Garmin Navi ist das ja an sich ein klacks, in die Software gehen und dort eine Route aussuchen und diese dann auf den Garmin übertragen. Wettertechnisch hatte ich ja wirklich Glück gehabt. Die Sonne schien nicht prall herunter und es waren so um die 25 Grad. Leider hatte ich auf dem Hinweg Gegenwind und den spürte man dann schon an manchen Stellen recht bösartig. Und dieses ewige Bergauf…..

Aber es machte Spaß. Am Anfang bin ich recht viel die B471 geradelt, das kann man bestimmt noch etwas optimieren, aber dann ging es doch oft über wenig befahrene Nebenstrassen. Die Autofahrer waren heute auch erstaunlicherweise recht friedlich. Kein nerviges gehupe oder dergleichen.
Die Strecke die ich mir ausgesucht habe ist 65 Kilometer lang und somit für eine Tour zu einem Biergarten am Schliersee noch zu meistern. Unterwegs habe ich eine kurze Pause gemacht und mir eine Banane und einen normalen Müsliriegel gegönnt. Vom Trinken her haben beide Wasserflaschen gereicht. Wahrscheinlich nicht, wenn die Sonne heftiger geschienen hätte.
In Peiß habe ich dann leider nicht dem Navi vollkommen vertraut und dadurch einen leichte Orientierungslosigkeit an den Tag gelegt, aber dann doch recht schnell wieder den richtigen Weg gefunden.

Kurz vor Mühltal, der Name sagt alles: Tal, geht es unter der Autobahn duch, wobei man als erstes eine 15 %ige Abfahrt hat, aber danach das böse Erwachen bekommt. Ein Anstieg von 17 %, den habe ich dann leider nicht komplett auf dem Rad gemeistert, ich bin zum erstenmal überhaupt von meinem Rad runter und habe einige Meter schieben müssen. Obwohl das Laufen auch sehr anstregend war…. ;-))).

Dann weiter über Miesbach zum Ort Schliersee.
Ich muss leider gestehen, das ich den See nicht gesehen habe, ich war so fertig, das ich den erst besten Biergarten am Anfang vom Ort genommen habe um etwas zu Essen. Hier habe ich dann zirka eine 45 minütige Pause eingelegt und die gleiche Strecke wieder Heim.

Ich hatte echt bedenken, ob ich das schaffe, oder ob ich irgendwo eine Bahn suchen muss.
Aber der Anfang lief schon mal echt gut, der Schnitt war super, Rückenwind und wie ich jetzt beim Auswerten herausstellte, es ging ja immer Bergab. Ich bin dann teilweise auf den “geraden” Strecken um die 30 - 35 km/h gefahren, viele Anstiege waren nicht dabei.
Außer: Das Tal bei Mühltal……auch hier bin ich dann wieder abgestiegen. Solche 15 % können sich extrem lang hinziehen und fertig machen….

Alles in allem bin ich so um die 133 Kilometer geradelt und war so gegen 14:45 Uhr wieder daheim.

Die Tour macht Spaß und vielleicht mache ich sie noch einmal.
GPS Daten werdet Ihr dann wieder in der Fotogalerie finden.

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Brockentour

Samstag 17. Mai 2008 von Andreas

Der Brocken ……

Als Berg im Harz als der Höchste anzusehen, in Deutschland aber nicht. Dennoch ein sehr schönes Ausflugsziel und eigentlich sollte man, wenn man im Harz ist auch diesen erklimmen, egal ob zu Fuß - per Kutsche - per Brockenbahn - oder mit dem Rad.
Hoch ist der Berg  1142 m und Wettertechnisch immer eine Herausforderung. Aber er ist für jederman zugänglich und das ist sehr schön.
Bei klarem Wetter hat man auch eine sehr gute Sicht. Alles weitere findet man in Wikipedia sehr gut beschrieben.

Und diesen Berg wollten wir nun mit dem Rad hinauf radeln. Einiges kann man ja im Internet lesen, aber viel steht nicht drin, also sind wir recht “blind” an die Sache herangegangen.

Die Tourdaten:
Wie schon erwähnt Höhe des Brocken zirka 1142 m.
Länge des Anstieges: 10 km
Start von Schierke aus auf 630 Hm.

Wir sind mit dem Auto von Wernigerode nach Schierke gefahren. Wir, das waren Kerstin, Christian, Michael und ich. Räder auf dem Dach und ab ging es.
In Schierke auf dem Parkplatz am Ende des Ortes haben wir uns dann fertig gemacht. Den Brocken konnten wir nicht sehen, Regenklamotten brauchten wir nicht einpacken, die mussten wir anziehen. Aber das störte uns nicht, wir wollten rauf. Außerdem waren dann hoffentlich weniger Leute unterwegs und wenn es zu warm ist macht solch ein Aufstieg auch keinen Spaß.

Die Strecke fing erstmal ganz ruhig an, die Strasse ist recht löchrig und uneben, der Belag nicht mehr der schönste. Also sind wir gemütlich losgeradelt. Bleiben wir zusammen oder radelt jeder seinen Stil, wir ließen uns diese Wahl offen, jeder wie er konnte und wollte.
Christian ist dann recht früh schon mal vorgespurtet, den haben wir dann auch nicht mehr zu Gesicht bekommen. Am Anfang bin ich dann noch mit Kerstin und Michael geradelt, Micha ließ sich dann aber zurückfallen. Mit Kerstin ging es dann eine Weile, aber die Geschwindigkeit lag mit dann doch nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob man mit dem MTB oder mit dem Trekking - City - Bike nach oben fährt. Ich war der einzige mit dem MTB.
Also fuhr ich meinen eingenen Stil, jeder versuchte so gut es ging den Berg zu bezwingen. Man muss aber noch erwähnen, das die anderen Drei schon mit dem Rad von Potsdam nach Wernigerode geradelt waren, die hatten schon um die 260 km in den Beinen.
Ich wollte nur hoch und das wenn es geht ohne Absteigen oder Pause.

Alle 100 Höhenmeter war ein Schild, am Anfang stand dran Brocken 10 Km. Das muss doch zu schaffen sein.
Bis zum Höhenmeter 700 ging alles noch recht normal, man konnte einen Schnitt von zirka 12 - 15 radeln. Aber dann wehrte sich der Brocken doch recht heftig…
Bei 800 Höhenmeter habe ich mir dann noch die Regenhose angezogen, es fing an zu Regnen und Kerstin holte mich kurzzeitig wieder ein. Das war dann auch die einzige Pause die ich auf der Strecke gemacht habe.
Bei 850 Höhenmetern war ich dann soweit und wollte absteigen und mein schickes MTB in die Ecke werfen, aber ich biss mich durch. Kurz darauf gab es zum Glück eine kleine Verschnaufphase, es war fast gerade Strecke. Bei zirka 900 Höhenmetern ging es dann wieder richtig BERGAUF. Ich war dann schon auf dem kleinsten Gang und schnaufte wie ein Walross. Nun war garnicht mehr dran zu denken über 10 km/h zu fahren, die nächsten 60 Höhenmeter legte ich mit um die 8 km/h zurück, mehr war nicht drin. Bei diesem Abschnitt war ich wieder kurz vorm absteigen, aber ich “peitschte” mich nach oben.
Langsam waren wir dann auch in den Wolken, Sichtweite nur noch um die 20 - 30 Meter. Das war garnicht so schlecht, somit sah man wenigstens das Elend nicht so direkt vor sich.
Schwierig wird es dann noch einmal ab 1000 Hm, hier kommt man sich vor wie auf einem wilden Ochsen, der Berg will einen ständig von sich werfen. Aber ich hielt durch, keine Ahnung wie… Immer schön zwischen den Wanderern durch, manche mit wohlwollenden Zurufen, andere ignorieren es und bleiben im Weg stehen, wieder andere wollten mitgenommen werden. Man, sah ich den aus wie ein Taxi??? ;-)))

Und dennoch schaffte ich die restlichen 150 Hm ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Oben angekommen, prustend und schwitzend habe ich dann auch Christian getroffen, der war schon 5-10 Minuten vor mir Oben.
Das Wetter lud nicht gerade zum Verweilen ein, kalter Wind und Feuchtigkeit, aber kein Regen. Dennoch warteten wir auf Kerstin und Michael, die dann auch nach zirka 10 oder 15 Minuten den Gipfel erreicht haben.
Man waren wir Stolz auf uns, das konnten wir auch sein. Wir sind auf alle Fälle ohne Schäden oder andere Plesuren auf dem Brocken angekommen.

Nun brauchten wir erst mal Energie, reichlich Wasser und Riegel halfen die leeren Akkus wieder etwas zu befüllen.
Nach einigen Fotos ging es an die Vorbereitung zur Abfahrt.

Mittlerweile waren einige Wanderer und Besucher oben angekommen, das konnte ja heiter werden. Hoffentlich lassen sie uns durch, wir wollten mit vollem Speed runter jagen.

Irgendwie war ich dann auch erster und demmelte los wie ein Weltmeister, ich wollte Vorsprung haben, denn die anderen waren mit ihren Trekking Bikes besser dran. Mit wildem Klingeln und ständigen “Voll”Bremsungen düsten wir durch die Passanten, die wilde Hatz konnte beginnen. ;-)))
Ich hoffte nur, das meine Bremsen hielten, vor allem meine Scheibenbremse vorn hatten meine größte Aufmerksamkeit. Dennoch, Speed und wenn es ging noch mit demmeln unterstützen.
Das Tacho hielt sich dann eigentlich immer um die 40 bis 52 km/h auf, nur bei den Spitzkehren mussten wir sehr hart abbremsen um gleich darauf wieder Vollgas zu geben. Es war extrem anstrengend, aber wunderschön. Michael hatte mich dann mit einer wilden Raserei überholt, schön dachte ich, der gibt mir Windschatten und räumt die Leute aus dem Weg. Pustekuchen, kurz darauf ging er dann voll in die Eisen und ließ mir wieder den Vortritt….Er hatte den gleichen Gedanken.
Die Strasse war nun eigentlich nicht für solche Raserei gedacht, Schlaglöcher und sehr viele Unebenheiten machten die Abfahrt zu einem gewissen Wagnis. Des öfteren gab es dann auch heftige Einschläge, ich denke mal, das meine Federgabel einigemale am durchschlagen war.

Die Abfahrt hatten wir dann in knapp 25 Minuten geschafft. Komisch, raufzu brauchten wir länger…
Michael und ich waren die ersten, danach kam Christian und Kerstin zum Schluss. Da waren wir schon dabei uns umzuziehen und die Räder wieder auf das Dach zu schnallen.

Auf alle Fälle war es eine sehr schöne Tour, die man auch gerne noch einmal machen kann.

Für alle, die mit dem Rad rauf wollen: Vorbereitung ist alles. Gute Regen- und Windsachen sind ganz wichtig. Und mit dem Rennrad mag es vielleicht recht gut rauf gehen, aber Aufgrund der schlechten Strasse macht hier die Abfahrt bestimmt keinen Spaß.

Weitere Bilder und GPS Dateien findet Ihr dann in der Fotogalerie.

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Große Flughafen Runde

Montag 17. September 2007 von Andreas

Das ist wirklich als große Flughafenrunde anzusehen, denn vom Flughafen bekommt man hier nicht allzuviel mit. Aber das hatte ich ja auch nicht gewollt.
Angefangen in Neufahrn radelt man Richtung Eching, zum Warm strampeln genau daas richtige. Keine Hügel, nur gerade Strecke und auch auf dem Radweg recht friedlich.
In Eching geht es dann an der ersten Kreuzung Richtung Günzenhausen. Es ist zwar kein Radweg auf der Strecke, aber eine ruhige Strasse. In Günzenhausen bekommt man den ersten “Berg” geboten, 12 % Steigung aber nicht allzu lang. Weiter geht es dann über Hörenzhausen-Hetzenhausen an der Autobahn entlang nach Kranzberg. Hier ist der Berg dann schon etwas gemeiner, jedenfalls habe ich hier immer ordentlich zu kämpfen, komme aber dennoch, wenn auch schnaufend, nach oben.
Oben am Berg angekommen, rechts, kurz auf die große ST2084, dann aber gleich wieder links nach Eberspoint, hier ist es ruhiger. Weiter über Schönbichl - Neuhausen - Thalhausen und dann in Wippenhausen links und gleich wieder rechts nach Unterberg. Endlich geht es mal Bergab, hier kann man gut verschnaufen.
Die Tour führt hier am Amper-Radweg entlang, es sind einige Schilder zu sehen, aber in meinen Augen eingentlich zu wenig. Hier ist noch viel zu tun. Es geht immer auf Nebenstrassen weiter, das beruhigt mich ein wenig.
Kurz vor Zolling überquert man die B301 und fährt weiter zum Eichenhof. In Langenbach findet man dann bestimmt auch eine Raststätte, ich hatte mir aber genügend Proviant mitgenommen, konnte also weiter.
In Eitting bin ich dann nach Reisen geradelt, ich wollte ja nicht nach Erding rein. Über Niedererding und Oberding bin ich dann über Notzing auf der ED7 wieder nach Neufahrn geradelt.
Die Strecke ist zirka 78 Kilometer lang und hat auch etwas an Bergen zu bieten.
Gesamthöhenmeter habe ich 1153 überwunden, entsprechend war ich auch fertig, als ich zu Hause angekommen bin.

Auch hier kann ich Euch die Tourdaten bei Bedarf senden.
Statistiken findet Ihr in der Fotogalerie.

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