Wendelsteinrundfahrt
Sonntag 24. August 2008 von Andreas
Leider hatten wir uns etwas zu spät für die Rundfahrt angemeldet, Matthias hatte Glück, er bekam die Startnummer für die 115 km Runde von einem Bekannten. Ich musste auf die Warteliste und schaffte es bis zum Platz 90. Die Mädels wollten eh “nur” die 50er Runde mit dem MTB fahren. 5 Tage vor dem Start kam dann leider die Meldung vom Veranstalter, das die Warteliste geschlossen wurde, keine Nachrücker mehr. Also plante ich halt die MTB Tour mit dem Damen, Teilnehmen wollte ich auf alle Fälle.
Am Freitag Mittag rief dann Matthias an, das ich die Startnummer von Marko erhalten könnte, ich sagte natürlich gleich zu, also doch Rennrad und die 115er Tour.
Freitag Abend packten wir dann die Klamotten, Radträger auf´s Auto, wir wollten ja Michaela und Matthias mitnehmen. Der Wetterbericht sah nicht gerade rosig aus, Dauerregen und viel Wind, das war die einhellige Meinung aller Wetterfrösche. Na toll, das kann ja was werden, egal, wir hatten bezahlt und genügend Regensachen dabei. Wechselwäsche für danach hatten wir im Auto mit dabei. Nichts ist schlimmer, als in nassen Klamotten nach Hause zu fahren.
5:45 Uhr war die Nacht vorbei, 6:45 wollten wir bei Micha und Matthias sein. Gutes Frühstück, Radklamotten an und die Räder auf´s Dach. Das Wetter war trocken, aber Windig. Dann die Räder von Micha und Matthias rauf und ab nach Au.
Wolkenlücken und leichter Sonnenschein - sollte es doch besser werden als versprochen…!!!???
In Au angekommen, auf feuchter Wiese geparkt, haben wir gleich die Räder runtergenommen, Sachen gepackt und dann ab zur Startnummer holen. Die Organisation war gut, innerhalb von 10 Minuten hatten wir alle Unterlagen. Wichtig vor allem, das Verpflegungsband am Handgelenk. Ohne diesem gibt es nix zu futtern.
Kurz noch auf die Toilette und dann haben wir uns getrennt. Die Mädels auf die 50er Strecke, wir auf die 115er. Die Strecke war sehr gut ausgeschildert.
Am Anfang lief es recht gut, ebene Strecke und vor allem trocken, das war das wichtigste. Wir haben dann eine Rennradfahrerin eingeholt und mit in den Windschatten genommen. Das ist absolut üblich und alle haben irgendwie jedem geholfen, wie eine richtig schöne große Familie.
Irgendwann nach den ersten 10 Kilometern mussten wir uns erstmal der Regenjacken entledigen und hielten dafür kurz an.
Weiter ging es und uns holte ein recht guter 4er Zug ein. Netten 30er Schnitt und geschnattert hatten die Vier, nicht zu fassen. Aber damit kamen natürlich die Kilometer zusammen. Wir konnten recht gut dranbleiben. Immer wieder ein paar Streckenposten und Hinweisschilder und vor allem, keine dummen Autofahrer, war alles sehr friedlich.
Auf einmal nahmen die Vier die Beine hoch und Mathhias meinte, nun macht er mal ein bisl die Pace, ich natürlich mit. Dann kamen die ersten Hügel, nun wusste ich, warum die die Beine hochgenommen hatten.
Irgendwo nach Nußdorf kam ein “kleiner” netter Hügel und den bin ich dann definitiv zu schnell angegangen. Hier musste ich dann vom Rad, man war das ärgerlich. ![]()
Aber was soll´s, wenn man demmelt wie ein Hamster und nicht mehr von der Stelle kommt, dan geht halt nichts mehr.
Dann wieder auf´s Rad, Matthias hatte oben auf mich gewartet. Weiter über Mühltal, Ried im Winkl, Grainbach Richtung Aschau im Chiemgau ging es immer wieder hoch und runter. Manchmal kam es mir so vor, als wenn es nur hoch ging. Bei einer leichten Abfahrt brach mir auf feuchter Strasse leicht das Hinterrad aus, langsam … nur nicht stürzen!!!!
Die Landschaft ist einfach herrlich und das Wetter hielt.
In Sachrang hatten wir dann nach 55 Kilometer die erste Verpflegungsstelle. Die war auch nötig, unterwegs hatte ich ja schon einen Müsliriegel gefuttert.
Und hier war dann wieder die Ricthtig gute Organisation zu erkennen. Es waren reichlich Radler da, genügend Platz für die Räder war vorhanden und es gab ein Bufett von mal locker 20-30 Meter. Angefangen mit einer heißen Suppe (die auch sehr gut tat), Rührei (zirka 2000 sollen es gewesen sein) über Wurstbrötchen, Kuchen, Joghurt und Obst war reichlich vorhanden. Es ging auch alles recht schnell und gesittet von statten.
Gut gestärkt machten wir uns wieder auf die Räder mit einem kleinen Abstecher nach Österreich. Hier holte uns wieder ein guter 4er Zug ein, an den wir uns dann anschloßen. Nach geraumer Zeit stellte ich dann fest, das waren Mädels geswesen und die waren auch recht flott unterwegs. Bei der Abfahrt nach Sebi runter war es wohl für eine Ford K Fahrerin ein echt hartes einschneidenes Erlebniss, denn sie wurde so nach und nach von den Rennradfahrern in den Serpentinen überholt. Ich brauchte ne Weile dazu, weil es doch einiges an Gegenverkehr gab und ich nun mal kein Profi bin. Ein wenig Vorsichtig bin ich da dann doch runter. So um die 55 km/h auf diesen Abfahrten reichte ansich auch aus. Die Strassen waren ja auch stellenweise noch feucht.
In Reisach ging es dann über die “alte” Zollbrücke wieder nach Deutschland zurück. Hier haben wir diesen Damenzug verlassen und uns mal wieder der in Sachrang angezogener Regenjacken entledigt.
Dann ging es weiter über Agg, Wall, Seebach, Rechenau zum Tatzelwurm. Dort gab es wieder ein echt harten Aufstieg, den ich eigentlich “gut” meisterte, aber dennoch zwei kurze Pausen eingelegt habe. Immer wieder wurde man auf solchen Anstiegen von echt harten Jungs mit einem heftigen Tritt überholt. Es gab hier schon einiges an Halbprofis am Start. Nach einer Abfahrt ging es dann zum Sudelfeld hoch. Die Abfahrt nach Bayrischzell war dann wieder eine Herausforderung, feuchte Strassen und Geschwindigkeiten bis an die 70 km/h, immer mit festen Griff an den Bremsen. Auch hier ging mir einmal kurz das Hinterrad weg, aber ich bleib sitzen und bin dann wieder etwas langsamer runter.
Am Ende von Bayrischzell wartete schon Matthias und fotografierte wie wild. Er winkte mich durch und ich fuhr weiter, mit zwei Rennräder im Windschatten radelte ich einen 30er Schnitt. Matthias hatte echt zu kämpfen um ranzukommen, schoß dann aber dicht an mir vorbei. Wie immer mit einem Spruch auf den Lippen, aber mit fetten 40 km/h ging es dann weiter. Er im Wind und ich hinterher. Unsere beiden Begleiter haben auch nicht schlecht gedemmelt und geschnauft, aber dennoch gemeint, mei fahren die fix…
An der Krugalm war dann unsere zweite Verpflegungsstelle eingerichtet. Hier war es nicht anders wie an der ersten. Lecker Essen und von allem reichlich. Sehr gut waren auch die Kässpätzle gewesen.
Nach einer kurzen Pause machten wir uns dann auf die restlichen 15 km. Vorbei am Winklstüberl ging es dann auf recht guten Strassen wieder Richtung Au. Hinter Dürnbach war dann der Abzweig für die beiden unterschiedlichen Strecken. Links zur 165er Runde und rechts dann die 115er, die wir dann auch genommen hatten. Mehr wäre bei mir auch nicht drin gewesen.
Endlich, nach knapp 115 Kilomter sahen wir die ersten Richtungsweiser zum Ziel. Vorbei an der Wiese wo wir das Auto stehen hatten, die Mädels waren schon dort, wollten wir dennoch zuerst in´s Ziel kommen, ehe wir uns umzogen.
Angekommen, Zielfoto machen lassen, konnten wir uns dann auch endlich unsere Trophäe abholen.
Zum Schluss waren es knapp 115 Kilometer mit 1630hm, die Mädels sind 55 Kilomter und 625hm gefahren, Respekt. Kaputt, aber Glücklich holten wir unseren Preis ab und fuhren zum Auto. Hier haben wir uns in die mitgebrachten Wechselklamotten geschmissen, sind noch ein Radler trinken gegangen und haben die Strecke ausgewertet. Die Mädels hatten dann doch etwas mehr Regen, sind aber nicht pitschenass geworden. Auch sie hatten eine sehr schöne Strecke und die gleiche gute Organisation.
Dann zog es sich doch recht heftig zu und wir machten uns auf den Heimweg.
Es war ein sehr schöner Samstag und die Strecke hat sehr viel Spaß gemacht, im kommenden Jahr kommen wir wieder, dann aber nur die 50er Strecke und mit Hänger, der Zwerg von Michaela und Matthias muss ja dann auch mit.

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